coface Arena, Mainz
Eine weithin leuchtende Landmarke: HBM baut für den 1. FSV Mainz 05 ein rotes, markantes und unverwechselbares Stadion vor den Toren der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Dank einem Konzept mit vier Tribünen, die jeweils von einem großen roten Torbogen eingefasst werden, hebt sich die neue Coface Arena nach einem Entwurf von agn von vielen anderen Stadionneubauten ab.
Schon von weitem lässt die Fassade der Coface Arena keinen Zweifel, wer hier seine neue Heimat finden wird: die Rot-Weißen vom FSV Mainz 05. Das kräftige Rot setzt ein selbstbewusstes Zeichen, ganz im Stil des Bundesligisten. Hier geht es bald ganz um Fußball. Mit seinen vier Einrangtribünen soll der Bau an die stimmungsgeladenen klassisch-britischen Stadien erinnern: eng am Spielfeld, steil, atmosphärisch dicht und mit einem hohen Anteil an Stehplätzen. Bei einer Gesamtkapazität von rund 33.500 Zuschauern bleiben den Stehplatzfans von Heim- und Gästeteams mehr als 13.700 Plätze vorbehalten. Optisch laufen die Tribünen nach oben mit zunehmender Stufenzahl in die Breite und erzeugen so ein echtes Kurvenfeeling. Dabei stehen sie nicht komplett alleine, in den Ecken sind die Zuschauerränge im unteren Bereich geschlossen. Besonderer Blickfang ist das Stadiondach, es spannt sich über alle Tribünen und zeichnet durch transparente Elemente in den Ecken und im vorderen Bereich ein besonderes Lichtspiel. Zukünftige Besucher der Coface Arena werden standesgemäß begrüßt: das spektakuläre Empfangsportal für den Großteil der Fans, die sich vom Campus der Mainzer Universität und der FH mit ihrer ÖPNV-Anbindung dem Stadion zuwenden, ist die Haupttribüne. In ihrem Innern befinden sich komplett ausgebaute fünf Etagen. Nach außen ragt ein markanter Quader aus der Glasfassade heraus, der den roten Torbogen als zentrales optisches Element aller Tribünen aufgreift. Dieser Quader gehört zum fast 3000 Quadratmeter großen VIP-Raum, der sich auf einer Länge von 40 Metern, mit einer Tiefe von 24 Metern und Höhe von 13 Metern aus dem Stadionkörper herausschiebt und ihm so einen unverwechselbaren Charakter gibt. Dieser angesetzte Würfel, der ebenerdig dem Stadionumlauf durch einen Tunnel Platz einräumt, dient den VIP-Gästen als Akkreditierungsstelle. Zum Innenraum hin bietet die neue Haupttribüne insgesamt 5.200 Zuschauern Sitzplätze. Etwa 2.100 davon sind im zentralen Bereich den Business-Kunden vorbehalten, die von dort auch die VIP-Lounge im Inneren erreichen. Ebenfalls hier angesiedelt sind die 150 Arbeitsplätze für die Medienvertreter und die wesentlichen Kamerapositionen. Die äußeren Blöcke der Haupttribüne für 2.450 Fans ohne VIP-Zugang erstrecken sich über insgesamt 23 Reihen, was etwa der Reihenzahl der Haupttribüne im alten Bruchwegstadion entspricht. Pünktlich zum Saisonbeginn 2011/12 soll dann umgezogen werden – in den Traum in Rot.