Nelson Mandela Stadium – Port Elizabeth (SA)

Nelson Mandela Stadium – Port Elizabeth (SA)

Eine Fußball-WM hat immer einen großen Einfluss auf das Gastgeberland. Im Fall Südafrika wird das ganz besonders deutlich. Neue Stadien, neue Arbeitsplätze, ein neuer Schwerpunkt für den Sport und damit die freundschaftliche Begegnung der Kulturen und Hautfarben. Ein Musterbeispiel: Port Elizabeth.

In der größten Stadt der südafrikanischen Provinz Eastern Cape hatte noch nie ein Fußballstadion gestanden. Die Provinz ist die ärmste des Landes, ihr größter Schatz sind die unter Surfern berühmten makellosen Strände der Nelson Mandela Bay, an der auch Port Elizabeth liegt. In diese beliebte Wassersportregion Südafrikas zieht im Jahr 2010 der Rasensport ein. Für die Fußball-WM realisierte HBM ein modernes Multifunktionsstadion mit fünf Rängen und rund 45.000 Sitzplätzen. Damit ist es das erste Weltklasse- Fußballstadion der ganzen Provinz. Ein Novum. Zur Zeit der Apartheid waren solche Projekte lediglich für die Rugby- Liga denkbar. Das Stadion ist mit 150 VIP-Logen, 60 Business-Logen, einem Geschäft für Sportbekleidung, einer Sporthalle sowie mit Seminarund Funktionsräumen ausgestattet. Das Investitionsvolumen für den Neubau mitten in der fünftgrößten Stadt des Landes betrug rund 120 Millionen Euro. Sowohl Erst- als auch Zweitrundenspiele haben hier die Südafrikaner und ihre internationalen Gäste begeistert. Für Letztere wird alsbald übrigens auch der Flughafen erweitert, damit interkontinentale Flüge ohne Zwischenstopp möglich sind.  Da Volksheld Nelson Mandela hier in Eastern Cape geboren wurde und Port Elizabeth stets Hochburg intellektueller Regimegegner war, trägt nicht nur die Bucht seinen Namen, sondern auch das neue repräsentative Gebäude. Ein Bau, dessen Existenz ein Symbol für das neue Südafrika ist.