SAP-Arena – Mannheim

SAP-Arena – Mannheim

Eine Arena ist ein Statement. Ein Bekenntnis zu einem Standort, einem Sport und seinen Menschen. In Mannheim ist es die SAP-Arena, die nicht nur Mannheims Position als Eishockey-Hochburg festigt, sondern auch wegen ihres sonstigen Programms einen bedeutenden Image- und Wirtschaftsfaktor darstellt.

 

Mit 65 Jahren war das Mannheimer Eisstadion „Friedrichspark“ reif für den Ruhestand. Am 19. Februar 1939 war es eingeweiht worden – den Wandel des traditionsreichen Mannheimer Eisund Rollsport-Clubs (MERC) zu einem modernen Wirtschaftsunternehmen behinderte es inzwischen mehr, als dass es ihn beförderte. So mochte der immer marodere Friedrichspark noch als Kultstätte taugen, doch nüchtern betrachtet war er die Ursache eines jährlichen Defizits. Der Grund: Das Zuschauerpotenzial konnte – auch aus Sicherheitsgründen – zu beinahe 50 Prozent nicht genutzt werden. Statt eines möglichen Schnitts von 8.500 bis 9.000 Besuchern konnten nur 5.700 zu den Spielen kommen. Das Problem hatten Dietmar und Daniel Hopp, die Klub-Eigner der Mannheimer Adler, bereits 2001 erkannt: „Wenn sich in Sachen Hallen-Neubau nichts tut, wird es schwer, den Standort Mannheim zu halten.“ Weil man so etwas in der eishockeyverrückten Region nicht gerne hört, fand sich schnell eine Bauherrengemeinschaft unter Beteiligung der Hopp-Stiftung zusammen, die im Mannheimer Bösfeld eine Multifunktionsarena plus angeschlossener Trainingshalle mit zwei weiteren Eisflächen errichtete. Selbst die Landesanstalt für Umweltschutz zog mit. Für drei auf dem Baugrundstück lebende Feldhamster-Familien erarbeitete die Behörde ein Schutzkonzept, das den strengen Richtlinien der Europäischen Union gerecht wurde. Innerhalb von 24 Monaten wurde das nun 14.000 Zuschauer fassende und rund 81 Millionen Euro teure Bauwerk fertig gestellt, in dem natürlich nicht nur der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielt, sondern jährlich weitere 35 Top-Veranstaltungen eine ausgewogene Mischung präsentieren. Schließlich kann sich das Eisstadion dank modernster Technik problemlos und innerhalb kürzester Zeit von einem Eisstadion in ein Handballfeld, eine Konzerthalle oder auch eine Theaterbühne verwandeln. Seit dem 2. September 2005 sind endlich jene Zeiten vorbei, in denen räumliche und hygienische Zustände ans Mittelalter erinnerten: Zuschauer frieren nicht mehr, Männer müssen nie mehr im Gebüsch die volle Blase leeren, Fans nicht mehr auf Kästen stehen und den Hals recken. Die supermoderne Halle bietet Besuchern nicht nur optimale Sicht, auch ihre Infrastruktur genügt höchsten Ansprüchen. Zahlreiche Restaurationsbetriebe garantieren ein Angebot, das so vielfältig ist wie die Besucherstruktur: von Logen und Business- Suiten über ein Terrassen-Restaurant auf den Stufen bis hin zur Fan-Kneipe. Der 65-jährige Friedrichspark durfte beruhigt in Rente gehen.