Multifunktionsarena Ludwigsburg

Ein Zukunftstrend: Multifunktionshallen und Arenen mittlerer Größe, die im PPP-Verfahren gemeinsam
mit Städten oder Kommunen errichtet werden. Ein Musterbeispiel ist Ludwigsburg, das ein modernes Veranstaltungszentrum für Sport- und Unterhaltungsnutzung direkt in der Innenstadt bekommen hat.
Die Barockstadt Ludwigsburg hat einen ambitionierten Basketball- Bundesligisten, aber keinen adäquaten Spielort. Für Begegnungen mit hohem Zuschauerpotenzial mussten die Ballkünstler von EnBW Ludwigsburg daher oftmals nach Stuttgart ausweichen – keine befriedigende Situation für ein Team, das 2006/2007 im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft stand. Daher freut es an erster Stelle natürlich die Sportler, dass die Stadt Ludwigsburg als Bauherr mit HBM in einem PPP-Verfahren eine moderne Multifunktionshalle errichtet. Die Halle bietet mit 5.220 Sitz- und Stehplätzen für Basketballveranstaltungen fast eine Verdopplung der Kapazität des alten Spielorts. Aber natürlich hat sie auch Raum für weitaus mehr Nutzungen. Mit bis zu 7.122 Sitz- und Stehplätzen für Veranstaltungen mit Innenraumnutzung und einem Höchstmaß an Funktionalität schafft sie optimale Bedingungen für vielfältigste Events – von Theater- und TV-Produktionen bis zu Konzerten und Empfängen. Zum Bauprojekt an der Schwieberdinger Straße gehören auch ein Hotel mit 128 Zimmern, ein Bürogebäude mit integriertem Sportinternat sowie die Gestaltung der Außenanlagen am Westausgang des benachbarten Bahnhofs. Dank den dazugehörigen Garagen mit über 700 Stellplätzen und dem direkten Anschluss an die Bahn ist auch eine perfekte Anbindung gewährleistet. Und selbstverständlich erfüllt das Gebäude alle modernen Anforderungen an eine möglichst hohe Nachhaltigkeit. So wird für die ganzjährige Grundlastabdeckung der Halle ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit ökologischen Energieträgern betrieben. Lange Laufzeiten für das BHKW werden durch die Einspeicherung des Heizwassers in zwei Pufferspeichern realisiert. Eine weitere umweltfreundliche Besonderheit ist die Grauwassernutzung mit einer Vorhaltung von 150 m2 Regenwasser für die WCBereiche. Die Fertigstellung des rund 42 Millionen Euro teuren Projekts ist im September 2009 erfolgt – pünktlich zur Tanz-Weltmeisterschaft, bei der es selbstverständlich eine hervorragende Figur machen konnte.
